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Weimarer Menschenrechtspreis für Brasilianer Piyãko

Der Menschenrechtspreis 2013 der Stadt Weimar geht an den Brasilianer Benki Piyãko. Durch sein Engagement für ein friedliches Miteinander von eingeborenen und nicht-indigenen Bewohnern des Landes sowie sein Einsatz gegen die Zerstörung des Regenwalds durch illegale Abholzung und Drogenschmuggel gehe er ein hohes persönliches Risiko ein, begründete die Stadt am Mittwoch, den 4. Dezember, die Ehrung. Piyãko wurde von der in Göttingen ansässigen Gesellschaft für bedrohte Völker vorgeschlagen. Der Preis ist mit rund 2.500 Euro dotiert und wird am 10. Dezember verliehen.

Piyãko gehört der indigenen Ashaninka-Gemeinschaft an, die er im brasilianischen Bundesstaat Acre anführt. Nach Angaben der Stadt Weimar wurde ihr Gebiet erst 1980 vom Staat Brasilien anerkannt und der Gruppe die Selbstverwaltung übertragen. Sie bewirtschafte ihr Land auf nachhaltige Weise, so dass das ökosystem Regenwald nicht zerstört werde. Um dieses Anliegen auch an Kinder und Jugendliche weiter zu geben, habe Piyãko das Ausbildungszentrum Yoreke Ãtame (Wissen des Urwaldes) gegründet.

Quelle: KNA.