Bolivien |

"Wara Wara" in Digital

Nach jahrelangen Restaurationsarbeiten wird in Bolivien »eines der wichtigsten Werke der bolivianischen Filmgeschichte« einem breiten Publikum gezeigt. Das filmische Werk mit dem Titel »Wara Wara« des Regisseurs José María Velasco Maidana zeigt die spanische Eroberung des Inkareiches. Am 23.September wird der Film in der Bolivianischen Cinematek (CB) in La Paz neu uraufgeführt, berichteten lokale Medien am Montag.

Der Film war 1930 gedreht worden und galt lange Zeit als verschollen. 1989 wurden die Filmrollen im Innenstadtteil Sopocachi in einem »außerordentlich gut erhaltenen Zustand« wiederentdeckt. Das Historien-Epos aus der Feder von Antonio Día Villamil war auf 33 Millimeter Silbernitrat geworden, seine Uraufführung fand am 9. Januar 1930 im Traditionskino der Hauptstadt Cine Princesa statt. Die Höhe und geringe Luftfeuchtigkeit hatten einen Zerfall des historischen Materials verhinderten.

Mit der Hilfe des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) wurden die Originale des Stummfilms 1997 in Deutschland komplett wiederhergestellt, von den Negativen eine Sicherheitskopie erstellt. Taunus Film produzierte anschließend eine erste Positivkopie, nachdem die Familie José María die Filmrechte an CB übertragen hatte. 2009 begann die italienische L´immagine Ritrovata mit der Digitalisierung, die jetzt fertig ist.

Pedro Susz, einer der Kuratoren des Films, hob die Bedeutung von »Wara Wara« hervor. »In historischem Ambiente wie dem alten Zollamt, heute der Busterminal von La Paz, spielen wichtige Persönlichkeiten aus der Kultur der damaligen Zeit mit, unter ihnen Arturo Borda, Guillermo Vizcarra Fabre, Marina Núñez del Prado, Emmo Reyes und in der Hauptrolle Juanita Tallansier«. (bb)