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Viele Frauen in der Wissenschaft


Die Zahl von Forschern und Wissenschaftlern in Entwicklungsländern ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Dies gilt jedoch nicht für Länder Südamerikas. Dort ist allerdings der Frauenanteil außergewöhnlich hoch.

Zu diesem Schluss kommt die Weltbildungsorganisation UNESCO in einem am Montag in Paris veröffentlichten Bericht. Danach wuchs die Zahl der Forscher in Entwicklungsländern zwischen 2002 und 2007 um 56 Prozent. In den entwickelten Ländern sei ihre Zahl im gleichen Zeitraum nur um knapp neun Prozent gestiegen.

Mehr Wissenschaftler gab es vor allem in Asien und dort besonders in China. In der Volksrepublik lebe inzwischen jeder fünfte Forscher weltweit. Der Anteil Europas an der Gesamtzahl der Wissenschaftler weltweit sei dagegen gefallen, von knapp 32 auf zuletzt 28,4 Prozent. Auch der Anteil Nord- und Lateinamerikas sei gesunken, von gut 28 auf knapp 26 Prozent.

Nach UNESCO-Angaben ist die Zahl von Frauen in der Forschung allerdings noch immer in den meisten Erdteilen gering. Eine Ausnahme bilde Lateinamerika, wo 46 Prozent aller in Forschung und Wissenschaft Tätigen Frauen seien. Geschlechtergleichstand gebe es sogar in fünf Ländern, nämlich Argentinien, Brasilien, Kuba, Paraguay und Venezuela. Dagegen seien es in Asien nur 18 Prozent.

Quelle: kna