Ecuador |

Verhaftungen nach Klinikbrand mit 18 Toten

Nach dem Brand in einer illegal betriebenen Drogen-Entzugsklinik in Ecuadors Millionenstadt Guayaquil, bei dem am Freitag, 11. Januar 2019, insgesamt 18 Menschen ums Leben kamen, sind Medienberichten zufolge zwei Verantwortliche in Untersuchungshaft genommen worden. Bei den Verhafteten handelt es sich um den Eigentümer des zweigeschossigen Gebäudes, Orlin Octavio, und den Schlüsselverwalter Leandro Johnny, so die Nachrichtenagentur EFE.

Den zwei Verdächtigen, die am Samstag, 12. Januar 2019, verhaftet wurden, drohen Haftstrafen zwischen zehn und 13 Jahren. Nach Angaben der Polizei hatten eingesperrte Patienten das Feuer verursacht, indem sie Matratzen anzündeten, informiert die Nachrichtenagentur AFP von dem Unglück. 17 Menschen seien bei dem Brand erstickt, einer der Verletzten sei nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus gestorben, hieß es von Feuerwehr und Gesundheitsministerium.

Acht weitere Personen seien mit teils schweren Verbrennungen und Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht worden, so AFP. Die Klinik „Por una nueva vida“ im Südwesten von Guayaquil hatte erst vor kurzem ihre Betriebslizenz verloren, hieß es von der Regierung der Provinz Guayas. Ecuadors Präsident Lenín Moreno erklärte den Hinterbliebenen über den Kurznachrichtendienst Twitter sein Mitgefühl, „der Tod von Unschuldigen“ werde nicht straffrei bleiben. Vizepräsident Otto Sonnenholzner kündigte eine Überprüfung aller Entzugskliniken und der entsprechenden Gesetze und Auflagen an. (bb)
 

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