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Vatikan bestraft Bischof wegen sexueller Vergehen

Papst Franziskus hat den peruanischen Weihbischof Gabino Miranda Melgarejo wegen sexueller Vergehen in den Laienstand zurückversetzt. Wie die Peruanische Bischofskonferenz am Donnerstag, 26. September, in Lima mitteilte, wurde dem 53-jährigen Weihbischof von Ayacucho "wegen Sünden gegen das sechste Gebot" der Klerikerrang entzogen. Dies ist die höchste im katholischen Kirchenrecht vorgesehene Strafe für einen Geistlichen.

Die Staatsanwaltschaft habe "von Amts wegen eine Untersuchung eingeleitet, damit die Wahrheit bekannt wird", erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz und Chef Mirandas, Erzbischof Salvador Pinero. Er sicherte der Justiz Unterstützung bei der Aufklärung zu.

Pinero gab bekannt, er sei am 5. Juli mündlich von der Nuntiatur über die Entscheidung des Papstes informiert worden, die Strafe der Entlassung über Miranda zu verhängen. Deren genauen Gründe seien unbekannt. Pinero verwies in seiner Mitteilung aber auf Pädophilievorwürfe, die in den Medien gegen den Weihbischof erhoben wurden. Zugleich betonte Pinero, er habe in seinen zwei Jahren als Erzbischof von Ayacucho "nie eine Anzeige gegen ihn erhalten".

Miranda war 2004 zum Weihbischof in Ayacucho im Süden Perus ernannt worden. Später hatte er die Leitung der bischöflichen Kommission für Jugendseelsorge inne. Am 24. Mai verzichtete er auf sein Bischofsamt. Laut peruanischen Medien räumte er "unbedachte Handlungen" ein. Den Vorwurf des Kindesmissbrauchs wies der Weihbischof allerdings zurück.

Quelle: KNA