Peru, Argentinien |

Urteile wegen "€žVerschwindenlassen"€? geben Hoffnung

Das Jahr 2009 war, nach Ansicht von Amnesty International, ein Meilenstein für die Menschenrechte. Gleichzeitig verhinderten oft machtpolitische Interessen, dass die Verantwortlichen für Unterdrückung und Gewalt zur Rechenschaft gezogen werden. "Niemand steht über dem Gesetz", sagte Monika Lüke, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, bei der Vorstellung des Amnesty-Jahresreports in Berlin. "Das ist die Botschaft vieler Gerichtsurteile und politischer Entscheidungen in 2009. Auch wenn Millionen Opfer immer noch nicht zu ihrem Recht kommen."

Der Jahresreport 2010 dokumentiert für das vergangene Jahr Menschenrechtsverletzungen in 159 Länder - aber auch Erfolge für die Opfer. Hoffnung geben beispielweise die Urteile wegen "Verschwindenlassen", Folter und Mord gegen Perus ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori und gegen etliche ehemalige Militärs in Argentinien.

Der Jahresreport 2010 dokumentiert für den Berichtszeitraum 01.01.-31.12.2009 unter anderem: Folter und Misshandlung in mindestens 111 Ländern, unfaire Verfahren in mindestens 55 Ländern, Einschränkungen der Meinungsfreiheit in mindestens 96 Ländern und die Inhaftierung gewaltloser politischer Gefangener in mindestens 48 Ländern.

Quelle: amnesty international

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