|

Unterschiedliche Reaktionen auf Gaddafis Tod

Die Regierungen Lateinamerikas haben unterschiedlich auf den Tod Muammar al Gaddafis regiert. Der chilenische Außenminister Alfredo Moreno sagte, dass es nun die Möglichkeit für Frieden und Fortschritt in Libyen gäbe, die es dem Staat ermögliche, seine Probleme zu lösen. Er sagte allerdings in einer ersten Stellungnahme auch, dass es besser gewesen wäre, wenn Gaddafi sich vor einem internationalen Gericht hätte verantworten müssen.

Der kolumbianische Regierungschef Carlos Santos hat ebenfalls seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, dass das nordafrikanische Land nun endlich zur Normalität zurückkehren könne. „Mit dem Tod Gaddafis verbinden wir die Hoffnung, dass das Land sich schnellstmöglich der Demokratie und Freiheit zuwenden wird“, sagte Santos kolumbianischen Medien

Die brasilianische Präsidentin Dilma Roussef rief die internationale Staatengemeinschaft zur Unterstützung Libyens beim Aufbau eines demokratischen Systems auf. „Fakt ist, dass Libyen sich in einem demokratischen Prozess befindet und dies ist etwas, was die ganze Welt unterstützen und fördern sollte“, so Roussef während ihres Angola-Aufenthalts.

Hugo Chávez hingegen bezeichnete den Tod Gaddafis als Mord der libyschen Milizen. Er habe in dem ehemaligen Machthaber Libyens immer einen Kämpfer gesehen, der mit seinem Tod zum Märtyrer werde. Der Regierungschef Venezuelas hatte in der Vergangenheit immer wieder seien Freundschaft zu Gaddafi betont. Der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega bezweifelte, dass die Nachricht vom Tod Gaddafis wahr sei.

Der ehemalige libysche Staatschef ist nach Angaben des Nationalen Übergangsrats in Libyen von den Milizen des nordafrikanischen Landes festgenommen worden. Während dieser Festnahme kam es zu einem Schusswechsel zwischen den Anhängern Gaddafis und den Milizionären. Gaddafi sei anschließend im Krankenhaus an den Folgen eines Kopfschusses gestorben. (aj)