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UNO fordert mehr Partizipation für Indigene

Die Vereinten Nationen (UNO) haben die paraguayische Regierung aufgefordert, die Diskriminierung der Indigenen im Land zu beenden. Bei einer Zusammenkunft mit Indigenenvertretern am Dienstag dieser Woche erklärte die Beraterin des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte in Paraguay, Liliana Valiña, „die UNO hat Paraguay aufgefordert, entsprechende öffentliche Politiken zu schaffen und die vollständige Teilhabe der indigenen Völker an der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entscheidungsfindung zu garantieren, dies gilt vor allem für öffentliche Maßnahmen.“

Bei der Zusammenkunft mit Indigenenvertretern wurden Beschwerden und Anklagen gegen die Übergangsregierung von Federico Franco vorgebracht und analysiert. Laut UNO leben in Paraguay 20 indigene Völker, deren Hauptforderungen sich auf Marginalisierung, den mangelnden Zugang zu Land und die mangelnde Partizipation bei der politischen Entscheidungsfindung konzentrieren.

Marginalisierung und Diskriminierung

In einer Erklärung forderte die UNO die paraguayische Regierung auf, Marginalisierung, Diskriminierung und soziale Ungleichheit im Land zu beseitigen, vor allem gegenüber den indigenen Völkern. Die Regierung müsse unverzüglich handeln, so Valiña. Paraguay hat ca. 6,5 Millionen Einwohner, rund 1,5 Prozent (rund 97.500) sind Indigene.

Für indigene Angelegenheiten ist das Institut INDI zuständig, dessen Budgeterhöhung die UNO angeregt hat. Das Institut war im vergangenen Jahr in die Kritik geraten, weil es nach paraguayischen Presseberichten 25.000 Hektar indigenes Territorium der Ayoreo in Cuyabia illegal veräußert hatte. (bh)