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UNO-Bericht: 140.000 Frauen Opfer von Menschenhandel

Rund 140.000 Frauen sind in Europa Opfer von Menschenhandel und werden sexuell ausgebeutet. Das geht aus einem Ende Juni veröffentlichten Bericht der Vereinten Nationen (UNODOC) hervor. Jedes Jahr gebe es 70.000 Frauen mehr, die Opfer des organisierten Verbrechens werden.

Die UNO schätzt, dass die 140.000 Frauen, die unter sklavenähnlichen Bedingungen leben, insgesamt etwa 50 Millionen sexuelle Dienstleistungen pro Jahr erbringen müssen. Bei durchschnittlich 50 Euro pro Dienstleistung generieren die Frauen insgesamt jährliche Einnahmen in Höhe von rund zweieinhalb Milliarden Euro.

Diese Angaben beziehen sich nur auf Westeuropa. Wie aus dem UN-Bericht weiter herausgeht, stammt die Mehrheit der Frauen aus den Nachbarländern - aus dem Balkan oder den Ländern der ehemaligen Sovjet-Union, gefolgt von Frauen aus Lateinamerika (etwa 13 Prozent). Dem Bericht zufolge werden immer mehr Brasilianerinnen Opfer von Frauenhandel.

Die meisten Opfer werden nach Spanien gebracht, gefolgt von Portugal, Holland und Deutschland.

Quelle: Adital