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Unicef: Hohe Kindersterblichkeit in Paraguay

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat am 27. September Zahlen zur Kinder- und Jugendlichensterblichkeit für Paraguay veröffentlicht. Demnach ist die Kindersterblichkeit in dem südamerikanischen Land extrem hoch. Von 100 Toten zwischen Null und 19 Jahren sind 43 Prozent Babies und 20 Prozent Jugendliche. Das sind mit die höchsten Werte für Lateinamerika.

Viele Babies sterben in der ersten Lebenswoche

Die Studie zeigt Ungleichheiten auf und analysiert die Haupthindernisse für den Zugang zur Gesundheitsversorgung von Schwangeren, Kindern und Jugendlichen und gibt einige Empfehlungen zur Verbesserung der Lage ab. Laut Statistik sterben in Paraguay jeden Tag vier Babies im ersten Lebensmonat, vor allem in der ersten Woche. Viele sterben aus vermeidbaren Gründen, so Unicef. Die erhöhte Sterblichkeitsrate bei Jugendlichen gehe auf Verkehrsunfälle zurück, so Unicef-Repräsentantin in Paraguay, Rosa Elcarte.

Paraguay werde aufgrund dieser Entwicklung die Milleniumsziele für 2015 bei Mütter- und Kindersterblichkeit nicht erreichen können, falls die Werte nicht noch gesenkt werden könnten, so Elcarte. Der Bericht war laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Prensa Latina vom zuständigen Leiter für die Region Lateinamerika-Karibik bei Unicef, Bernt Aasen, in Gegenwart des paraguayischen Gesundheitsministers Antonio Barrios und Vertretern öffentlicher und wissenschaftlicher Einrichtungen vorgestellt worden.

Quelle: poonal