Uruguay |

Unerwünschte Nachbarschaft

Neue Studie warnt vor Verunreinigung natürlichen Anbaus durch Genmais.

Gentechnisch veränderter Mais könnte den natürlich angebauten Mais verunreinigen, wenn die Felder zu nah aneinander liegen. Insbesondere wenn sie gleichzeitig bestäubt werden. Im Auftrag der Umweltorganisation REDES – Amigos de la Tierra Uruguay (Freunde der Erde Uruguays) haben Mitarbeiter der Universidad de la Républica das Risiko der Übertragung von Eigenschaften des Genmais auf natürlich angebauten Mais untersucht. Regeln, die bestimmen, wie weit unterschiedlich bebaute Felder auseinander liegen müssen, werden laut der Studie in vier von fünf Fällen nicht eingehalten.

REDES – Amigos de la Tierra Uruguay fordert in einem Brief an die Regierung eine neue Debatte über den Anbau von Genmais und eine Überarbeitung der Reglementierung. Die Verfasser beklagen, dass „die sozialen Auswirkungen und die Einflüsse auf die Umwelt ohne eine tiefer gehende Hinterfragung hingenommen werden“. Der Anbau von gentechnisch verändertem Mais ist weltweit umstritten. In Deutschland darf derzeit kein Genmais angebaut werden.

Die Studie und den Brief an die Regierung können Sie unten im Original lesen.

Text: jam