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UNASUR beschließt 31 Integrationsprojekte

Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen Südamerikas (UNASUR) haben am Ende ihres sechsten Gipfeltreffens am 30. November in Lima bekannt gegeben, 31 gemeinsame Projekte verwirklichen zu wollen. Diese sollen die regionale Integration in Südamerika fördern und es ermöglichen, grenzübergreifende Probleme gemeinsam anzugehen. So soll unter anderem die Armut in der Region gemindert werden. Den Armen und Benachteiligten Bevölkerungsgruppen soll der Zugang zu sozialer Infrastruktur leichter gemacht werden. Auch das Generieren von höherem Wirtschaftswachstum, vor allem in Grenzregionen, stehe in Zukunft auf der Agenda der Organisation.

Weitere Punkte, die die Mitgliedsstaaten des Bündnisses in Angriff nehmen wollen, sind der Kampf gegen das organisierte Verbrechen und den Terrorismus auf dem Subkontinent. Weiterhin müssten die demokratischen Strukturen in der Region gestärkt werden. Insgesamt wollen die UNASUR-Mitglieder 17 Milliarden US-Dollar in die 31 Schlüsselprojekte investieren, auf die sie sich in der Deklaration von Lima geeinigt haben. „Die UNASUR hat als Region die Verantwortung zur Entwicklung einer neuen internationalen Ordnung mit mehr Solidarität und Toleranz beizutragen“, so der peruanische Präsident und Gastgeber Ollanta Humala.

Die Regierungschefs des Bündnisses haben sich außerdem darauf geeinigt, die Suspendierung Paraguays bis zu den Präsidentschaftswahlen in dem südamerikanischen Land im April 2013 zu verlängern. Man wolle die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Wahl und im Anschluss an den Urnengang beobachten. Das Land war aus der Union ausgeschlossen worden als der amtierende Präsident Fernando Lugo im Juni vom Senat seines Amtes enthoben und Frederico Franco eingesetzt wurde. Die UNASUR bewertete diesen Schritt als undemokratisch. (aj)