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UN wählt Chile als nichtständiges Mitglied des Sicherheitsrats

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) hat Chile am Donnerstag zum nichtständigen Mitglied des Sicherheitsrates gewählt. Das südamerikanische Land wird damit Guatemala ablösen, dessen Amtszeit am 31. Dezember dieses Jahres enden wird. Da sich aus der Region kein anderes Land zur Wahl gestellt hatte, erhielt Chile 186 Stimmen für seine Kandidatur und keine einzige Gegenstimme. Neben Chile wurden für die Amtszeit 2014/15 vier weitere Länder in das Gremium gewählt: Niger, Chad, Litauen und Saudi Arabien.

Chile war bereits vier Mal zuvor als nichtständiges Mitglied im Sicherheitsrat 1952/53, 1961/62, 1996/97 und 2003/04. Im jetzigen Wahlgang wurde lediglich die Hälfte aller nichtständigen Mitglieder ausgewechselt. Ein weiteres Jahr in dem Gremium verbleiben Argentinien, Australien, Luxemburg, Ruanda und Südkorea.

Die Aufstellung des Sicherheitsrates, mit fünf ständigen und zehn nichtständigen Mitgliedern, wird seit Jahren von vielen Mitgliedsstaaten der UN sowie Politikwissenschaftlern kritisiert. In der Kritik geht es unter anderem darum, dass viele Schwellenländer die jetzige Aufstellung für veraltet halten. Sie repräsentiere das globale Gefüge nicht mehr. Im Jahr 2005 forderten die so genannten G4, bestehend aus Brasilien, Indien und Deutschland, sechs weitere Sitze im ständigen Sicherheitsrat. Da eine Reform des Sicherheitsrates aber eine Zweidrittelmehrheit benötigt, wurde sie bisher immer wieder blockiert. (aj)