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UN-Vermittlungsmission nach umstrittener Wahl

Wahlhelfer und Soldat in einem Wahllokal bei der letzten Wahl in Honduras. Foto: Adveniat/Pohl
Wahlhelfer und Soldat in einem Wahllokal bei der letzten Wahl in Honduras. Foto: Adveniat/Pohl

Die Vereinten Nationen haben eine Vermittlungsmission in Honduras gestartet. Ziel sei die Vorbereitung eines nationalen Dialogs zur Lösung der innenpolitischen Krise nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen, berichteten örtliche Medien am Dienstag (Ortszeit). Die drei Mitglieder der Mission seien am Dienstag in Tegucigalpa eingetroffen, hieß es. Es soll sich um die US-Amerikanerin Marcie Mersky des auf Übergangsprozesse spezialisierten International Center for Transitional Justice, die ehemalige guatemaltekische Arbeitsministerin Ana Catalina Soberanis und den salvadorianischen UN-Menschenrechtsexperten Carlos Vergara Luna handeln.

Im Dezember hatte die staatliche Wahlbehörde TSE Amtsinhaber Juan Orlando Hernandez drei Wochen nach dem Urnengang zum Sieger der Präsidentschaftswahlen erklärt. Der konservative Politiker gewann nach offiziellen Angaben mit 42,95 Prozent vor dem Linkskandidaten Salvador Nasralla. Wegen des knappen Vorsprungs von 1,53 Prozent der Stimmen gab es Auseinandersetzungen um das Wahlergebnis. Die Opposition wirft der Regierung Wahlbetrug vor, internationale Wahlbeobachter kritisierten Unregelmäßigkeiten. Zuletzt gab es gewaltsame Ausschreitungen von Regierungsgegnern. Die katholische Kirche rief beide Seiten zum Dialog auf.

Quelle: KNA

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