Guatemala |

UN-Menschenrechtskommissar bleibt weitere drei Jahre

Das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte (ACNUDH) wird für weitere drei Jahre in Guatemala verbleiben. Dies gab die Organisation gestern in Guatemala-Stadt bekannt. Das Ziel des Mandats der Vereinten Nationen (UN) in dem mittelamerikanischen Land ist die Überprüfung der Einhaltung der Menschenrechte. Das Büro wurde 2005 nach dem Ende einer umfassenden UN-Friedensmission eingerichtet, die sich vor allem der Einhaltung des nach dem Ende des Bürgerkriegs 1986 geschlossenen Friedensabkommens widmete. „Mit der Verlängerung unseres Mandats haben wir die Möglichkeit, weiterhin über die Lage der Menschenrechte in Guatemala zu berichten und können die Regierung außerdem in diesem Feld beraten.“, so Navi Pillay von der UN, „Wir haben uns gemeinsam mit der guatemaltekischen Regierung auf eine Verlängerung bis September 2014 geeinigt“.

Der Vertreter des Hohen Kommissars Alberto Brunori aus Italien sagte, dass das Büro auch in den kommenden Jahren immer auf der Seite der Opfer von Menschenrechtsverletzungen stehen werde. „Wir haben die Pflicht die Rechte der Guatemalteken zu verteidigen und wir richten dabei unser Augenmerk insbesondere auf die Opfer von Diskriminierung, Rassismus und Gewalt“, so Brunori.

Vor allem die tägliche Gewalt im Zusammenhang mit dem internationalen Drogenhandel stellt die Regierung vor ein großes Problem. In dem zentralamerikanischen Land sterben 18 Menschen pro Tag einen gewaltsamen Tod. Dies entspricht einer der höchsten Raten weltweit. Außerdem gibt es von verschiedenen internationalen Organisationen immer wieder Berichte über die Diskriminierung der indigenen Bevölkerung, die 60 Prozent der Guatemalteken ausmacht. (aj)