Belize |

UN fordern Sicherstellung der Rechte der Maya

Victoria Tauli-Corpuz ist UN-Sonderberichterstatterin für die Rechte indigener Völker. Foto:  UN Photo/Jean-Marc Ferré
Victoria Tauli-Corpuz ist UN-Sonderberichterstatterin für die Rechte indigener Völker. Foto: UN Photo/Jean-Marc Ferré

Die UN-Sonderberichterstatterin für die Rechte indigener Völker, Victoria Tauli-Corpuz, hat sich besorgt über die Situation der Maya-Bevölkerung in Belize geäußert. Die Regierung müsse die Rechte der Indigenen gewährleisten. Anlass ist die Inhaftierung von zwölf Angehörigen der Maya, die einen nicht-indigenen Eindringling auf ihr Land von diesem entfernt hatten. Der Mann hatte auf den Ruinen eines Maya-Tempels in der Ortschaft Santa Cruz ein Haus errichten wollen. Die Indigenen baten ihn unter Verweis auf das Gewohnheitsrecht der Maya wiederholt vergeblich darum, den Bau einzustellen. Die örtliche Polizei weigerte sich, Beistand zu leisten.

Regierung kommt ihrer Pflicht nicht nach

UN-Sonderberichterstatterin Tauli-Corpuz kritisierte das Nichthandeln von Belizes Regierung, diese schütze nicht die Eigentumsrechte der Maya. Internationale Gesetze bestimmten, dass indigene Völker die Kontrolle über ihr angestammtes Land hätten und dieses sowie die darauf befindlichen Ressourcen nach ihren Vorstellungen nutzen und entwickeln dürften. Santa Cruz zählt zu den 39 Maya-Ortschaften in Belizes südlichstem Distrikt Toledo. Die indigenen Rechte sind im ehemaligen Britisch-Honduras gesetzlich verankert. (bs)