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UN fordern mehr Engagement gegen Lepra

Ein Tag in der Leprastation Marakatuba in Brasilien 1965. (Archivfoto: Adveniat)

Experten der Vereinten Nationen sind besorgt über die anhaltend hohe Zahl von Lepra-Erkrankungen sowie das damit verbundene soziale Stigma in Brasilien. In einer am Dienstag, dem 14. Mai 2019 veröffentlichten Erklärung forderten sie die Regierung zu mehr Engagement in Sachen Vorbeugung, Behandlung und sozialer Integration der Erkrankten auf. Mit rund 27.000 Fällen hatte Brasilien 2017 den Angaben zufolge nach Indien die höchste Zahl von Neuerkrankungen.

Die UN-Berichterstatterin für Lepra, Alice Cruz, hatte Brasilien in den vergangenen Tagen besucht. Dabei habe sich die brasilianische Regierung zu mehr Engagement verpflichtet, so Cruz. "Die Regierung sollte nun aber auch beherzte Schritte in diese Richtung gehen." Vor allem erkrankte Kinder und Jugendliche litten unter der Stigmatisierung. Oft würden sie vom Schulunterricht ausgeschlossen. "Entgegen der allgemeinen Meinung ist Lepra eine heilbare Krankheit, und eine Ansteckung ist eher selten", sagte die Expertin. Sie forderte Brasilien auf, mehr Geld in die Früherkennung zu investieren.

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