Bolivien |

UN besorgt über wachsenden Drogenkonsum

In Bolivien steigt nach einem Bericht der Tageszeitung "La Razon" der Handel und der Konsum von Drogen. Das Blatt beruft sich dabei auf eine Studie des UN-Büros gegen die Drogenkriminalität. Danach sei vor allem im grenznahen Bereich ein Anstieg des Mikrohandels und des Konsums von Drogen zu verzeichnen.

Grund für den Anstieg sei offenbar eine veränderte Strategie der Drogenkartelle, die versuchten in grenznahen Regionen einen Markt für Drogentouristen aus anderen Ländern zu schaffen. Besorgniserregend sei aber auch der Anstieg der Zahlen in Großstädten wie La Paz oder Santa Cruz.

Die Statistiken der bolivianischen Anti-Drogenpolizei aus dem Jahr 2010 hatten bereits einen ähnlichen Trend bestätigt. Sie ermittelten einen Anstieg um 4 Prozent.

Nach Erkenntnissen des Direktors der Anti-Drogenbehörde "Fuerza Especial de Lucha Contra el Narcotráfico (FELCN)" Gonzalo Quezada liegen Berichte vor, dass sich Drogendealer mittlerweile im Umfeld aber auch im Innern der Schulen und Bildungseinrichtungen nach potentiellen Kunden Ausschau halten. "Sie suchen sich ständig neue Märkte, leicht beinflussbare Leute und tauchen deshalb vor den Schulen auf", sagt der für Bolivien zuständige UN-Experte César Guedes. (TK)