El Salvador |

Umweltschützer protestieren guatemaltekische Mine

Eine Gruppe von Umweltschützern aus El Salvador hat gestern vor der guatemaltekischen Botschaft in San Salvador gegen das Bergbauprojekt „Cerro Blanco“ protestiert. Die Protestierenden forderten, das Vorhaben unverzüglich einzustellen, da er ein Risiko für das ökosystem darstelle. Vor allem die Wasserläufe auf salvadorianischer Seite seien durch den geplanten Gold- und Silberabbau gefährdet.

Das Projekt auf guatemaltekischem Staatsgebiet, nahe der el salvadorianischen Grenze wird von Entre Mares betrieben, einer Tochterfirma des kanadischen Minenkonzerns Goldcorp, wie die Nachrichtenagentur TeleSur berichtet.

Nach einem Bericht der salvadorianischen Staatsanwaltschaft für Menschenrechte (PDDH) könnten die Abwässer der Mine den See Güija kontaminieren, der etwa 11o Kilometer von der Hauptstadt San Salvador entfernt liegt.

Kirche in El Salvador spricht sich klar gegen Mine aus

Auch der in Guatemala entspringende Fluss Lempa, der längste Fluss El Salvadors, dessen Wasser mit einem Wasserkraftwerk östlich der Hauptstadt San Salvador der Hauptenergieerzeuger des Landes ist, könnten verseucht werden. Damit würde in einem großen Teil des Landes die Trinkwasserversorgung nicht mehr gewährleistet sein, ebenso wie die Wasserversorgung für die Landwirtschaft.

Edgardo Mira, Mitglied im Leitungsgremium des „Forschungszentrums für Investition und Handel“, der ebenfalls an der Protestaktion teilnahm, erklärte gegenüber Pressevertretern, dass die guatemaltekische Regierung aufgefordert sei, das Projekt sofort zu stoppen.

Mitte Februar hatte sich auch die katholische Kirche in El Salvador klar gegen den Betrieb der Mine ausgesprochen: "Es gibt keinen Zweifel, dass wir uns mit aller Kraft gegen dieses Bergbauprojekt im Grenzgebiet wehren werden", sagte Weihbischof Gregorio Rosa Chavez vor Journalisten in San Salvador. (bh)