Brasilien |

Umweltschützer in der Schusslinie

Nach Angaben der katholischen Organisation “Comissão Pastoral da Terra” sind allein im brasilianischen Bundesstatt Pará zwischen 1996 und 2011 insgesamt 214 Menschen ermordet worden, die sich für den Schutz der Natur eingesetzt haben. Wie die Internetseite observadorglobal.com berichtet, seien die überwiegende Mehrzahl der Opfer Umweltaktivisten, indigene Führer und Kleinbauern. Im gleichen Zeitraum erhielten mehr als 800 Personen Morddrohungen.

In ganz Brasilien habe es seit 1985 insgesamt 1580 Morde an Menschen geben, die sich in den ländlichen Regionen des Landes für den Schutz der Natur eingesetzt hätten. Im gleichen Zeitraum seien allerdings nur 21 Auftraggeber der Gewalttaten verurteilt worden. Nur ein Verurteilter sitze heute noch im Gefängnis. (tk)