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Umweltbehörde stoppt Lithium-Fabrikbau

In der Atacama-Wüste gibt es große Lithium-Vorkommen. Foto: Flickr, CC0
In der Atacama-Wüste gibt es große Lithium-Vorkommen. Foto: Flickr, CC0

Wegen nicht ausreichender Angaben in der vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfung hat Chiles Umweltbehörde den geplanten Bau einer Lithiumcarbonat-Fabrik der US-amerikanischen Bergbaufirma „Albemare“ gestoppt. Das Unternehmen habe zu wenige relevante Angaben über die Umweltfolgen der Abbauanlage in der Atacama-Wüste im Norden des Landes gemeldet, teilte die Behörde für Umweltfolgenabschätzung (SEA) zu Wochenbeginn mit.

Auf Grundlage der eingereichten Daten sei es „nicht möglich, mögliche Auswirkungen auf die erneuerbaren Ressourcen festzustellen, die mit dem Abbau dieses Minerals zusammenhängen“, zitieren lokale Medien am Dienstag, 12. November 2018, aus der Entscheidung der Umweltschutzbehörde mit Sitz in Antofagasta. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, habe „Albemare“ aus dem US-Bundesstaat North Carolina die Umweltverträglichkeitsprüfung im September 2018 eingereicht.

Die Firma gilt als eine der größten Lithiumproduzenten der Erde. Das Unternehmen habe eine fünftägige Frist zur Anfechtung der Entscheidung erhalten, schreibt das Wirtschaftsportal „iForex“. In der ökologisch sensiblen Atacama-Wüste will „Albemare“ eigenen Angaben zufolge pro Jahr 42.500 Tonnen Lithiumcarbonat aus dem Salzsee „Salar de Atacama“ gewinnen. Besonders die Folgen auf den Wasserhaushalt von Wüste und Salzsee gelten als kritisch. Lithiumcarbonat ist der Grundstoff für den Bau von Lithium-Akkus, die aktuell besonders für die Elektrifizierung des Verkehrs in Autos, LKWs und Motorrädern nachgefragt werden. (bb)

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