Chile |

Umweltbehörde stoppt Arbeiten an Pascua-Lama-Mine

Die chilenische Umweltbehörde hat die Arbeiten an der Pascua-Lama-Lama Mine nahe der argentinischen Grenze vorerst gestoppt. Der Grund dafür ist der massive Verstoß der kanadischen Betreiberfirma Barrick Gold gegen die Umweltauflagen des Projekts. Die Baumaßnahmen an der Mine durch den weltweit größten Goldförderer aus Kanada können erst dann wieder aufgenommen werden, wenn die Firma ein adäquates Abwassersystem für das verseuchte Nutzwasser installiert hat, welches das Verschmutzen des Regenwassers vor Ort verhindert.

Zusätzlich zu dem Baustopp verhängten die Behörden Chile gegen Barrick Gold eine Geldstrafe in Höhe von 12,4 Millionen US-Dollar. Das ist die höchstmögliche Strafe, die die chilenische Gesetzgebung im Fall des Verstoßens gegen Umweltauflagen vorsieht. Die Mine, die in Zukunft sowohl Gold als auch Silber fördern wird, ist bereits seit Beginn der Bauarbeiten höchst umstritten. Die Gemeinden der Region befürchteten eine Zerstörung ihres Lebensraums. Ihre Klage hatte bereits im April dieses Jahres einen vorzeitigen Baustopp erwirkt.

Der für Südamerika zuständige Präsident des Bergbaukonzerns, Eduardo Flores Zelaya, wies gegenüber der lokalen Presse darauf hin, dass es bei der Entscheidung darum gehe, Umweltschäden zu vermeiden und Barrick Gold kein Bußgeld für bereits entstandene Schäden zahle. „ Uns wurde keine einzige akute Umweltverschmutzung angelastet“, betonte Zelaya. Er räumte die Fehler der Firma jedoch ein und sagte zu, die Missstände schnellstmöglich zu beseitigen. Die Umweltorganisation Greenpeace zeigte sich nur teilweise zufrieden mit der Entscheidung der Behörden. Die Höhe der Strafe mache lediglich 0,1 Prozent des gesamten Projektvolumens aus. (aj)