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Überschwemmungen: Río Paraguay steigt auf 50-Jahres-Hoch

Flut in den USA (Foto: USFWS)

In Paraguay ist der Pegelstand des Río Paraguay auf Rekordhöhe angestiegen. Wie die Regierung von Präsident Mario Abdo Benítez diese Woche mitteilte, stehe das Wasser so hoch wie seit fast 50 Jahren nicht mehr, berichtet die Tageszeitung „Ultima Hora“ aus der Hauptstadt Asunción. Nach außergewöhnlich starken Regenfällen sei der Wasserpegel in der Hauptstadt auf fast sieben Meter angestiegen.

„So eine Situation haben wir seit 48 Jahren nicht gehabt, der Fluss steigt immer schneller an“, sagte der Chef der Nationalen Katastrophenbehörde Joaquín Roa am Montag, dem 15. April 2019, im Radiosender „Monumental“. Der Anstieg sei dem starken Regen im Norden des Landes geschuldet. Roa bezeichnete die Wassermassen als „atypisch und außergewöhnlich“. Bisher sind von den Fluten die Wohnungen und Häuser von rund 88.000 Menschen direkt betroffen.

Allein in Asunción mussten 30.000 Anwohnerinnen und Anwohner ihr Zuhause aufgeben und warten in Unterkünften oder bei Familienangehörigen auf einen Rückgang der Wassermassen. Hochwasseralarm gibt es auch in den Städten Alberdi, Concepción, Bahía Negra und Pilar, so Behördenangaben. In diesen Städten sei die Lage sogar teilweise noch dramatischer als in der Hauptstadt. Im Departamento Presidente Hayes forderten 25 indigene Gemeinden für ihre rund 25.000 Einwohner die Ausrufung des humanitären Notstandes und Hilfe von der Zentralregierung. (bb)

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