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Über eine Million Stipendien in 50 Jahren

30 lateinamerikanische Priester trafen sich mit Adveniat-Paten aus dem Bistum Trier.
30 lateinamerikanische Priester trafen sich mit Adveniat-Paten aus dem Bistum Trier.

Trier. 216 Adveniat-Paten so viele wie in keinem anderen deutschen Bistum fördern seit vielen Jahren die Priesterausbildung in Lateinamerika. Am 6. Juli haben sich viele der Paten und 30 derzeit in Rom studierende Priester aus neun Ländern des südamerikanischen Kontinents zu einem Nachmittag der Begegnung getroffen, in der Cafeteria des Bischöflichen Generalvikariates Trier. Im Mittelpunkt standen der Austausch und die Berichte der jungen Priester. Im Rahmen ihrer Sommerakademie, einem zweiwöchigen Seminar in Bad Honnef zur christlichen Soziallehre, haben die Priester in Trier auch das Apostelgrab und die Abtei St. Matthias sowie den Dom besucht.

Die Zahlen seien beeindruckend und belegten, so erklärte der Bischofsvikar für weltkirchliche Aufgaben, Prälat Werner Rössel, dass im Bistum Trier schon früh über den Schatten des Domes hinaus gedacht und gehandelt worden sei: In den letzten 50 Jahren sind nach Auskunft von Adveniat-Hauptgeschäftsführer Prälat Bernd Klaschka in Lateinamerika mehr als eine Million Stipendien vergeben worden. Damit konnten 300.000 Theologiestudenten unterstützt und 83.000 junge Menschen zu Priestern geweiht werden.

„Adveniat hat die Hälfte meiner jährlichen Studienkosten finanziert, das hätte meine Familie nie leisten können und dafür bin ich den Paten dankbar“, sagte Jorge Armando Farias Fabela aus Zamora in Mexiko. Der junge Mann, der seit sechs Jahren Priester ist und derzeit in Rom christliche Soziallehre studiert, berichtet den Paten mithilfe einer Übersetzerin – dass in seiner Gemeinde bis zu 14 Sonntagsmessen gefeiert würden. Die Kirchen seien in allen Gottesdiensten voll. Mit der Unterstützung von Adveniat würden vor Ort Schulen und Sozialeinrichtungen gebaut, in denen Priester lebendige Gemeinde leben könnten.

In Guatemala, so berichtet Cristian Estuardo Corado Otega, sei es bis in die 80er Jahre gefährlich gewesen eine Bibel im Haus zu haben. Die katholische Kirche sei lange verfolgt worden. Und doch habe er sich in jener Zeit entschieden, Priester zu werden. Derzeit studiere er in Rom Kirchenrecht, um „an unserem kleinen Seminar zuhause zu lehren und junge Menschen auf ihrem Weg der Berufung zu bestärken“.

Nicivaldo de Oliveira Evangelista aus Brasilien ist seit zehn Jahren Priester in einem Land, das weltweit die meisten Katholiken zählt. Das finanzielle Engagement von Adveniat in beinahe allen 275 Diözesen sei vielfältig. Ob es um den Bau neuer Gemeinde- und Pfarrzentren gehe oder die Unterstützung für die Fahrzeuge der Priester. Er selbst betreue mehr als 100 Einzelgemeinden in einem weit gestreuten Gebiet. Da sei viel Engagement gefragt.

Alois Himbert sah sich nach dem Treffen in seinem Engagement bestätigt: „Schön, dass wir Paten hören, was Gutes mit unserem Geld geschieht.“ Ebenso denkt ein Ehepaar aus Schwalbach, das schon seit den frühen 60er Jahren Adveniat unterstützt. Mit einem „Hungergroschen“ habe es damals angefangen. „Uns tut es nicht weh und anderswo auf der Welt wird es dringend gebraucht.“

Quelle: Bischöfliche Pressestelle Trier