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Trump droht Mexiko wegen Flüchtlingstreck mit Grenzschließung

Tausende Menschen aus Honduras sind auf dem Weg in die USA. Präsident Trump will sie nicht ins Land lassen. (Foto: Reuters/J. Cabrera)
Tausende Menschen aus Honduras sind auf dem Weg in die USA. Präsident Trump will sie nicht ins Land lassen. (Foto: Reuters/J. Cabrera)

US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, die Grenze zu Mexiko zu schließen. Die Regierung dort müsse den "Ansturm" von Migranten stoppen, andernfalls werde er das Militär einschalten, um die Südgrenze zu schließen, schrieb Trump auf Twitter.

 

In den vergangenen Tagen hatten sich Tausende Menschen von Honduras aus auf den Weg in die USA gemacht, um der Gewalt und Armut in ihrem Land zu entfliehen. Honduras gehört besonders wegen der brutalen und mächtigen Jugendbanden und des Drogenhandels zu den Ländern mit den weltweit höchsten Gewaltraten. Außerdem leben 68 Prozent der neun Millionen Einwohner in Armut.

 

Die Migranten zogen bislang nach Guatemala oder El Salvador und wollen von dort über Mexiko in die USA gelangen. Trump kritisierte, die Regierungen täten nichts, um den Strom der Menschen aufzuhalten. Die Führungen in Honduras, Guatemala und El Salvador hätten fast keine Kontrolle über ihre Bevölkerung. Deshalb habe er die Hilfszahlungen an die Länder einstellen lassen.

 

Trump: Einschränkungen beim Handel nicht so wichtig

 

Der US-Präsident schrieb weiter, der "Angriff auf unsere Südgrenze, darunter von kriminellen Subjekten und Drogen" sei für ihn als Präsidenten wichtiger als Handel oder das Freihandelsabkommen mit Mexiko und Kanada. Er machte auch die Demokraten für die Situation verantwortlich. Diese setzten sich für offene Grenzen ein und verteidigten die bestehenden "schwachen Gesetze" zur Einwanderung.

 

Der Stopp der illegalen Einwanderung ist ein Kernthema von Trumps Agenda. Er hatte im Wahlkampf verkündet, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen zu lassen, um illegale Migranten zu stoppen. Bisher sind die Pläne jedoch nicht wesentlich vorangekommen. Für viel Kritik sorgte seine Entscheidung, illegal eingereiste Erwachsene von ihren Kindern zu trennen.

 

Quelle: Deutsche Welle, Ba/sti (dpa, rtr, afp)

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