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Trotz Wirtschaftskrise Entwicklungshilfe nicht kürzen

Caritas Europa hat an die EU appelliert, die Versprechen für mehr Entwicklungshilfe einzuhalten. Mehr als eine Milliarde Menschen lebten in Hunger und sogar 1,4 Milliarden unterhalb der Armutsgrenze, heißt es in einem am Mittwoch in Brüssel vom Dachverband der katholischen Wohlfahrtsorganisationen veröffentlichten Dokument. Trotz der Wirtschaftskrise dürfe die EU nicht ihre Hilfe kürzen. Ebenso dürften beim Handel keine neuen Hürden für Entwicklungsländer geschaffen werden.
Die EU müsse den Entwicklungsländern zudem vielmehr helfen, eigene Einnahmemöglichkeiten zu schaffen. Ferner verlangte der katholische Verband von der EU, neue Finanzierungsquellen für die Entwicklungshilfe zu suchen.
Zu den wichtigsten Maßnahmen zählt Caritas Europa, die Nahrungsmittelsicherheit in den Entwicklungsländern zu verbessern. Frauen müssten eine stärkere Teilhabe an der Entwicklung ihrer Länder erhalten. Die Bekämpfung von HIV und Aids müsse Priorität erhalten. Auch bei Entscheidungen über Entwicklungshilfe sollten die Einrichtungen der Zivilgesellschaft in den Empfängerländern stärker beteiligt werden, forderte die Hilfsorganisation.

Quelle: kna