Argentinien |

Tote und Verletzte bei schwerem Zugunglück

Bei einem Zusammenstoß zweier Personenzüge in der Nähe der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires sind am Donnerstagmorgen mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, 315 Personen wurden zum Teil schwer verletzt.

Ein Personenzug mit vielen Berufspendlern war kurz nach sieben Uhr morgens auf der Strecke Sarmiento auf einen anderen Personenzug aufgefahren, der zwischen den Stationen Morón und Castelar stand. Feuerwehr und helfende Anwohner brauchten Stunden, um die Menschen aus den Waggons zu befreien.

Spekulationen über Bremsversagen

Die Unglücksursache ist bisher unklar. Innen- und Transportminister Florencio Randazzo erklärte, möglicherweise sei menschliches Versagen die Ursache, da der fahrende Zug mehrere Signale überfahren habe, berichtet die Nachrichtenagentur TeleSur. Der auffahrende Zug sei erst kürzlich nach dem Einbau neuer Bremsen wieder in Betrieb genommen worden, habe zuvor jedoch immer Bremsprobleme gehabt, erklärten hingegen laut „La Tercera“ Eisenbahnvertreter.

Rubén Pollo Sobrero, Sprecher der Eisenbahngewerkschaft erklärte, das Unglück sei mit ziemlicher Sicherheit auf das Versagen der Bremsen zurückzuführen. Der Zugführer und dessen Team wurden jedoch festgenommen. Eine Alkoholprobe sei negativ ausgefallen, heißt es in argentinischen Presseberichten. Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner sprach den Opfern des Unglücks ihr Beileid aus. (bh)