Dom. Republik, Haiti, Kuba |

Technologie soll Gewächshäuser gegen Hurrikanes schützen

Tropische Wirbelstürme beeinträchtigen immer wieder die Lebensmittelsicherheit von Karibik-Staaten. Künftig sollen auch extreme Windgeschwindigkeiten keine großen Schäden mehr anrichten können. 

Ein Hurrikan der Stufe 4 vor der US-Küste (Foto: NOAA Satellites, Flickr, Public Domain Mark 1.0)

Ein US-Unternehmen hat ein Gewächshaus entwickelt, das auch Hurricanes der Kategorie 5 standhält. Deren Windgeschwindigkeit beträgt mehr als 250 Stundenkilometer. Das Ganze ist auch noch umweltfreundlich, da die Gewächshäuser mit Solarenergie, die gespeichert wird, betrieben werden. Geschützt werden Pflanzen, die im Boden wurzeln, sowie solche in wassergefüllten Behältern. Hurrikanes bedrohen regelmäßig nicht nur die Karibik-Inseln, sondern auch die Pazifik-Küste Mittelamerikas. Studien zufolge werden extreme Klimaereignisse infolge des Klimawandels weltweit künftig noch an Häufigkeit und Intensität zunehmen. Wissenschaftler mahnen Vorkehrungen und Maßnahmen zur Abmilderung an.

Hurricanes vernichten große Agrarflächen 

Lateinamerika und die Karibik erlebten 2017 eine Wirbelsturm-Saison, die zu den verheerendsten der jüngeren Zeit zählte. Mit Irma und María gab es innerhalb einer Woche gleich zwei Hurricanes der Kategorie 5. Sie trafen unter anderem auf Kuba, Puerto Rico, Haiti und die Dominikanische Republik. Die Landwirtschaft brauchte Monate, um sich von den Schäden zu erholen. Mehr als drei Millionen der elf Millionen Kubaner waren betroffen. Sie hatten kein Trinkwasser mehr, ihre Wohnungen wurde zerstört. Fast 1.000 Quadratkilometer Agrarfläche, mehr als die Größe Berlins, gingen verloren. 

Abhängigkeit der Insel-Staaten von Lebensmittel-Importen hoch 

Die größten der hurrikan-sicheren Gewächshäuser können Photovoltaik-Panels nutzen, die ursprünglich für militärische Anwendungen entwickelt wurden. Ralph Birkhoff, Mitgründer des Unternehmens Alquimi, spricht von einem Fokus der Projekte auf die Lebensmittelsicherheit eines Landes. Insel-Staaten müssten rund 80 Prozent der frischen Lebensmittel importieren. Die in den Gewächshäusern angebauten Produkte sollen vom Preis her wettbewerbsfähig sein und perspektivisch helfen Importe zu ersetzen. Private Investitionen könnten sich mit öffentlichen verbinden, auch eine Teilnahme an Regierungsprogrammen, die Anreize bieten, ist vorstellbar. (bs)

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