Puerto Rico |

Tausende müssen nach Sturm Beryl ihre Häuser verlassen

Durch Wirbelsturm Gustave zerstörte Brücke in Mirebalais (Archivfoto: Steffen/Adveniat)
Durch Wirbelsturm Gustave zerstörte Brücke in Mirebalais (Archivfoto: Steffen/Adveniat)

Der Sturm Beryl hat auf einigen karibischen Inseln deutliche Spuren hinterlassen. Alleine in der Dominikanischen Republik mussten rund 8.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Darüber hinaus blieben mehr als 100.000 Dominikaner im Anschluss ohne Strom und zahlreiche Häuser sind zumindest teilweise beschädigt. Die Wasserversorgung hatte die Regierung bereits im Vornherein abgestellt, um nachhaltige Schäden zu vermeiden. Insgesamt sind in dem Inselstaat 22 Provinzen weiterhin in Alarmbereitschaft und müssen aufgrund der starken Regenfälle mit Überschwemmungen und Erdrutschen rechnen.

Auch die Nachbarinsel Puerto Rico hat mit den Auswirkungen von Beryl zu kämpfen. Hier kam es ebenfalls zu Überschwemmungen und zeitweiligem Ausfall der Elektrizität. Da sich die Insel noch im Wiederaufbau nach dem verheerenden Hurrikan Maria vom letzten September befindet, zeigten die Behörden sich äußerst besorgt. Besonders im Osten der Insel sind viele Häuser noch immer nicht wieder hergestellt und lediglich mit blauen Planen abgedeckt. Es ist zu erwarten, dass der eh sehr schleppende Aufbau des zerstörten Stromnetzes in dem Inselstaat nun durch neue Überflutungen noch einmal erschwert wird.

Hurrikansaison hat begonnen

Die atlantische Hurrikansaison beginnt jährlich Ende Juni und dauert für gewöhnlich bis Anfang November. Sturm Beryl erreichte über dem Atlantik Windgeschwindigkeiten bis zur Hurrikanstärke und wurde als erster Hurrikan dieser Saison klassifiziert, schwächte sich jedoch im weiteren Verlauf weiter ab. (aj)