Brasilien |

Tausende leiden unter starken Regenfällen

Im Süden Brasiliens leiden rund 70.000 Menschen unter den Folgen der ersten starken Regenfälle des brasilianischen Frühlings. Am stärksten ist der Bundesstaat Santa Catarina betroffen. Allein dort sind 20.000 Personen und 70 Orte betroffen. 5.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und in Notunterkünften untergebracht werden. Für sechs Regionen in Santa Catarina wurde der Notstand ausgerufen. „Der Notstand ist ein Prozess, der es ermöglicht, den Betroffenen schnellstmöglich Hilfe zukommen zu lassen“, erläuterte der Gouverneur von Santa Catarina, Raimundo Colombo. Der Notstand wird drei Monate aufrecht erhalten.

Auch die Bundesstaaten Paraná und Rio Grande do Sul sind von den Auswirkungen des Regens betroffen. In Paraná berichten die örtlichen Behörden, dass mindestens 6.000 Häuser komplett zerstört wurden. In allen betroffenen Regionen sind ganze Ortschaften gänzlich überflutet, Straßen unbefahrbar und viele Brücken zerstört. Bereits im März dieses Jahres wurden Teile Brasiliens von außergewöhnlich starken Regenfällen heim gesucht. Damals waren mehrere tausend Menschen von jeglicher Versorgung abgeschnitten und rund 35 Brasilianer kamen ums Leben. (aj)