Brasilien |

Tausende Lehrer protestieren

Sowohl in Rio de Janeiro als auch in Sao Paulo haben mindestens 10.000 Lehrer für bessere Arbeitsbedingungen protestiert. Der Großteil der Proteste verlief tagüber größtenteils friedlich. Bei Einbruch der Dunkelheit kam es jedoch zu Ausschreitungen als einzelne Demonstranten zu randalieren begannen. Sie zerstörten mehrere Geldautomaten und setzten Fahrzeuge in Brand. Die Polizisten vor Ort setzen Tränengas gegen die Randalierer ein.

Die Lehrer protestieren bereits seit knapp zwei Monaten für eine Vereinheitlichung der Bildungspolitik im größten südamerikanischen Land sowie bessere Arbeitsbedingungen für Angestellte im Bildungssektor. Dazu gehört auch die Forderung nach einer Gehaltserhöhung. Mehrfach haben sich den Lehrern andere Berufsgruppen angeschlossen, um ihre Unterstützung zu zeigen. Die Organisatoren der Proteste sprachen bei den Demonstrationen am Montag von 50.000 Teilnehmern, offiziell wurde aber lediglich die Zahl 10.000 bestätigt.

Augenzeugenberichten von Journalisten zufolge waren die Proteste von Montag auf Dienstagnacht die gewalttätigsten seit im dem Höhepunkt der Proteste im Juni dieses Jahres. In Rio de Janeiros kritisieren Abgeordnete den Kurs der Regierung von Dilma Rousseff. Sie vertreten die Meinung, dass diese zu viele Zugeständnisse an die Demonstranten gemacht habe. (aj)