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Tag der Menschenrechte

Zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember, veröffentlichte Survival International zehn Menschenrechtsverletzungen an indigenen Völkern in Botswana, Australien, Uganda, Indien, Canada, USA, Sibirien und Brasilien, um auf ihr oft unbemerktes Leid aufmerksam zu machen.

Mit der Unterzeichnung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vor 63 Jahren wurden erstmals auf internationaler Ebene jene Rechte niedergeschrieben, auf die alle Menschen einen Anspruch haben. Trotz der Erklärung sind systematische Rechtsverletzungen an indigenen Völkern oft unbemerkt geblieben und ereignen sich auch heute noch fernab des öffentlichen Interesses. Zwei Beispiele aus Brasilien stehen für viele andere:

Bewaffnete Männer ermorden hochrangige Anführer indigener Gemeinden in Brasilien und verbreiten Angst und Schrecken mit einer Todesliste. Angeheuert von Viehzüchtern, sollen sie die Guarani daran hindern wieder auf ihrem Land zu leben.

Während der 1980er Jahre starb in Brasilien jeder fünfte Yanomami-Indigene durch Gewalt oder Krankheiten, bis internationaler Druck die Regierung dazu brachte, Goldschürfer aus dem indigenen Gebiet auszuweisen.

Survivals Direktor Stephen Corry sagte zum Tag der Menschenrechte: "Einer der Gründe, warum Menschenrechtsverletzungen noch heute begangen werden, hat damit zu tun, dass die Rechte aus der UN-Erklärung nicht unmittelbar einklagbar sind.“

Quelle: Survival International