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Surinam ratifiziert als achtes Land Unasur-Vertrag

Surinam hat am 4. November den Gründungsvertrag der Union Südamerikanischer Staaten (Unasur) ratifiziert. Die ehemalige niederländische Kolonie hat damit als achtes von zwölf Mitgliedsländern diesen Schritt vollzogen - nach Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, Guayana, Peru und Venezuela. Die Entscheidung wurde erst am 12. November offiziell bekanntgegeben.

Gespannt blicken die Unasur-Mitglieder nun nach Uruguay, denn der Gründungsvertrag wird erst dann juristisch wirksam, wenn mindestens neun Mitglieder ihn ratifiziert haben. Eine Entscheidung könnte in Montevideo Ende November fallen. Vom 24. bis 26. November findet in Guayanas Hauptstadt Georgetown ein Unasur-Gipfeltreffen statt, Guayana übernimmt dann die Präsidentschaft von Ecuador. Nach dem Tod des ehemaligen argentinischen Präsidenten Néstor Kirchner muss auch ein neuer Unasur-Generalsekretär gewählt werden. Als Kandidat wird der frühere Präsident von Uruguay, Tabaré Vázquez, gehandelt. Aber auch die Namen Lula da Silva und Michelle Bachelet sind zu hören.

Beobachter gehen davon aus, dass entweder Uruguay oder Kolumbien als nächstes Land den Unasur-Vertrag ratifizieren wird. Unasur soll die Integration Südamerikas voranbringen, auf politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Ebene. Im Mai 2008 hatten die zwölf südamerikanischen Staatschefs in Brasilia dem Gründungsvertrag zugestimmt, den die einzelnen nationalen Parlamente ratifizieren müssen. (bs)

Quelle: adital