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Studierende kämpfen für höheren Bildungsetat

Studierende an der Universität von Bogotá, Kolumbien. Foto: Adveniat/Achim Pohl
Studierende an der Universität von Bogotá, Kolumbien. Foto: Adveniat/Achim Pohl

Die Bewegung der Studierenden und Lehrenden haben der Regierung in Kolumbien bei der zweiten Verhandlungsrunde am 6. November einen Finanzierungsplan für 2018 vorgelegt, um das Haushaltsdefizit der Bildungseinrichtungen auszugleichen. Bei den öffentlichen Universitäten fehlen umgerechnet über 11,4 Millionen Euro und bei technischen Hochschulen 4,6 Millionen Euro. Dieser Plan wurde vom Vizeminister für Hochschulen mit dem Argument abgelehnt, dass dafür keine Gelder da seien. Eine zusätzliche Finanzierung sei nicht machbar und falle nicht in den Aufgabenbereich der aktuellen Verwaltung.

Bei den Verhandlungen wurden die von Studierenden und Lehrenden vorgestellten Dokumente geprüft und über die aktuelle Krise der Hochschulbildung debattiert. Schließlich wurde festgestellt, dass die Regierung sich darauf beschränkt, allein Angaben über die aktuelle Politik der Geldverteilung an die Hochschuleinrichtungen zu machen. Nach elf Stunden brachen die Vertreter der Bewegung der Studierenden und Lehrenden die Verhandlungsrunde ab.

Die Streiks werden weitergehen

 

„Ein Raum, von dem man dachte, dass er Lösungen für den Bildungssektor bereitstellen könnte, verwandelt sich in einen Raum, in dem die Regierungspolitik dargelegt wird und kein Platz für einen echten Austausch ist. Was sie versucht haben, ist, uns davon zu überzeugen, dass unsere Forderungen nicht rechtens sind“, steht in dem Bericht des landesweiten Zusammenschlusses der Studierenden UNEES.

Um die Gespräche wieder aufzunehmen, fordern die Studierenden die Anwesenheit des Präsidenten Iván Duque und einen konkreten Lösungsvorschlag für das Problem der Finanzierung und zwar ab dem laufenden Jahr. Diese Frist läuft am 9. November ab. Gibt es bis dahin keine Antwort, sollen die Streiks weitergehen.

Quelle: Poonal, Colombia Informa