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Studie zur weltkirchlichen Arbeit der Bischöflichen Aktion Adveniat vorgestellt

Münster/Essen. „Adveniat ist ein großes vertrauenswürdiges Hilfswerk, das eine unverzichtbare Arbeit zugunsten der Armen und Marginalisierten in Lateinamerika leistet und weiterhin leisten soll.“ Das hat eine empirische Studie zur weltkirchlichen Arbeit der Bischöflichen Aktion Adveniat ergeben. Die wissenschaftliche Studie wurde im Rahmen der Patenschaftskonferenz am 26. April in Münster vorgestellt. Der Einsatz für die Benachteiligten in Lateinamerika werde von den 706 Befragten am meisten geschätzt, gefolgt vom klaren Fokus des Hilfswerkes auf Lateinamerika und dem Aufbau pastoraler Strukturen in den Ortskirchen, sagte Dr. Hermann-Josef Wagener, Mitglied des Forschungsteams, das die Studie erstellte.

Adveniat hatte die Studie aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums bei Prof. Dr. Dr. Klaus Kießling, Chunhee Cho und Dr. Hermann-Josef Wagener in Auftrag gegeben mit dem Ziel, auf Grund der Studienergebnisse die Kommunikation mit den Gemeinden deutscher Diözesen zu verbessern. Sie ist eine Nachfolgestudie der Arbeit „Weltkirchliche Arbeit heute für morgen Wissenschaftliche Studie in Gemeinden deutscher Diözesen“ aus dem Jahr 2009.

Adveniat werde in seinen Anstrengungen für eine bessere und zielgruppengenauere Kommunikation mit den Gemeinden durch diese Studie bestätigt, sagte Christian Frevel, Abteilungsleiter Öffentlichkeit. „Neben den Pfarrern und Hauptamtlichen in der Pastoral werden wir verstärkt die Ehrenamtlichen in den Blick nehmen, die sich in der Pastoral und der Eine-Welt-Arbeit engagieren.“

Die Studie „Blickpunkt Lateinamerika. Empirische Studie zur Weltkirchlichen Arbeit der Bischöflichen Aktion Adveniat“, die sich über die Jahre 2010 und 2011 erstreckte, geht in drei verschiedenen Erhebungen der Frage nach dem Image von Adveniat, der Jahresaktion im Advent, dem Materialangebot, der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie der Kommunikation zwischen dem Hilfswerk und den Gemeinden nach. Dabei wurden nicht nur Haupt- und Ehrenamtliche in katholischen Gemeinden befragt, sondern auch Lehrer.

Die Studie zeichnet das grundsätzlich positive Bild von Adveniat in der Öffentlichkeit nach. Sie zeigt aber auch auf, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht: So sollten künftig beispielsweise Themen für weltkirchliches Lernen erweitert werden, Angebote der Kontaktvermittlung nach Lateinamerika noch stärker kommuniziert und die ökumenische Zusammenarbeit der Hilfswerke ausgebaut werden.