Argentinien |

Stromversorger müssen entschädigen

Die beiden größten argentinischen Stromversorger Endesur und Edenor werden von der Regierung für die Energiekrise währen der Hitzewelle Ende Dezember in die Pflicht genommen. Der Planungsminister Julio de Vido gab zum vergangenen Wochenende bekannt, dass die beiden Unternehmen die Strombezieher im Raum Buenos Aires entschädigen müssten. Dabei sieht die Regierung insgesamt eine Summe in Höhe von 40 Millionen US-Dollar vor.

Während der letzten beiden Dezemberwochen verzeichneten argentinische Meteorologen die schlimmste Hitzewelle seit mehr als 100 Jahren. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Elektrizität für Klimaanalgen brach das Stromnetz in vielen Teilen der Hauptstadt Buenos Aires zusammen. Die Regierung wirft Endesur und Edenor nun vor, dass diese Energiekrise vor allem durch die maroden Stromnetzte ausgelöst wurde. Die Stromkonzerne hätten es in der Vergangenheit versäumt, ausreichend in die Modernisierung der Versorgung zu investieren, erläuterte de Vido. Er drohte damit die Stromversorgung zu verstaatlichen. Die beiden Unternehmen hingegen machen die Regierung für die Ereignisse verantwortlich. Die niedrigen Strompreise, gekoppelt mit der galoppierenden Inflation in Argentinien, würden es den Konzernen unmöglich machen, langfristige Investitionen zu planen und zu tätigen.

Während der zwei Wochen andauernden Hitzewelle wurden im nördlichen Teil Argentiniens Temperaturen von bis zu 45°C verzeichnet. Sieben Menschen starben an den Folgen der hohen Temperaturen und tausende waren zweitweise ohne Strom. In Buenos Aires protestierten zahlreiche Argentinier gegen die Regierung und die Stromkonzerne. (aj)

 

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