Brasilien |

Streit um Gottesbekenntnis auf Geldscheinen

In Brasilien ist ein Streit über den Spruch "Gott sei gelobt" auf den Geldscheinen des Landes entbrannt. Wie örtliche Medien am 13. November berichteten, ging bei der brasilianischen Bundesjustiz eine zivilrechtliche Klage gegen den Spruch ein. Die Erwähnung des Gottesnamens verletze die in der Verfassung garantierte Trennung von Staat und Kirche, argumentiert der Kläger, der selbst Staatsanwalt im Bundesstaat Sao Paulo ist, die Klage jedoch als Privatperson eingereicht hat.

"Stellen Sie sich vor, auf den Geldscheinen stünde ´Allah oder Buddha sei gelobt´, oder etwa ´Gott existiert nicht´", betonte der Kläger, der sich selbst als Atheist bezeichnet. "Sicherlich würde dies innerhalb der brasilianischen Gesellschaft zu einem Aufbegehren der Bürger führen, die an einen christlichen Gott glauben."

Die Zentralbank, die die Geldscheine entwirft und druckt, erklärte, der Spruch stelle keinen Bezug zu einer spezifischen Religion her und verletze das Neutralitätsgebot daher nicht. Mit Blick auf die Verfassung hieß es zudem, diese vertrete zwar ein laizistisches Grundprinzip, beginne jedoch mit der Versicherung, "unter dem Schutz Gottes" verabschiedet worden zu sein.

Quelle: KNA