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Stichwort: UN-Umweltgifpel "Rio plus 20"

Am 20. Juni startet in der brasilianischen Küstenstadt Rio de Janeiro der UN-Umweltgipfel "Rio plus 20". Zu dem dreitägigen Treffen werden mehrere tausend Teilnehmer, darunter Staats- und Regierungschefs aus allen Teilen der Welt erwartet. 20 Jahre nach dem ersten Umweltgipfel, der ebenfalls in Rio stattfand, wollen sie über eine Reform der UN-Institutionen für Umwelt- und Entwicklungspolitik diskutieren. Ziele sind, die Weichen für eine "grünere" Wirtschaft zu stellen, den Kampf gegen Armut zu intensivieren und die Artenvielfalt in der Pflanzen- und Tierwelt zu schützen.

Konkret will sich die Staatengemeinschaft bei dem Gipfel auf einen Fahrplan für die Zeit ab 2015 verständigen. Dann laufen die acht UN-Millenniumsziele aus dem Jahr 2000 aus, die unter anderem vorsahen, bis 2015 die Zahl der Hungernden weltweit zu halbieren. An die Stelle der Millenniumsziele könnten die "Sustainable Development Goals" (SDG) treten, die Kriterien für eine umweltverträgliche Entwicklung formulieren sollen. Zur Diskussion stehen ferner auch, die UN-Umweltorganisation Unep zu stärken und einen UN-Rat für nachhaltige Entwicklung einzurichten.

Die Positionen der Bundesregierung werden in Rio durch Dirk Niebel (FDP) und Peter Altmaier (CDU) vertreten. Die von ihnen geleiteten Ministerien für wirtschaftliche Zusammenarbeit beziehungsweise Umwelt waren an den Vorbereitungen auf deutscher Seite federführend. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird an dem UN-Umweltgipfel voraussichtlich nicht teilnehmen.

Quelle: KNA