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Steigende Nahrungsmittelknappheit durch Regen

Die Nahrungsmittelunsicherheit in den vom Dauerregen betroffenen Ländern Zentralamerikas steigt durch die Naturkatastrophe und die damit verbundenen Ernteausfälle. Dies hat das World Food Programme (WFP) am Mittwoch in Genf bekannt gegeben. Um die Auswirkungen der Überschwemmungen in El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua zu lindern, hat die Organisation außerdem angekündigt, 300.000 Betroffene durch Nahrungsmittellieferungen zu unterstützen.

Der Regionaldirektor des WFP Gemmo Lodesani verdeutlichte weiterhin, dass die Länder in dieser Situation besonders unter den hohen Lebensmittelpreisen zu leiden hätten. Nach ersten Angaben der Lebensmittel- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ist in Teilen der Region bis zu 80 Prozent der Ernte zerstört worden.

Am stärksten betroffenen ist El Salvador. Die Regierung geht neben den immensen Sachschäden in Höhe von mindestens 800 Millionen US- Dollar und den zu beklagenden Todesopfern ebenfalls von einer Beeinträchtigung des erwarteten Wirtschaftswachstums aus. Der salvadorianische Präsident sagte Anfang der Woche in diplomatischen Kreisen, dass das Wirtschaftswachstum durch den Regen und die Überschwemmungen von 2,1 Prozent auf mindestens 1,4 Prozent fallen würde.

In Zentralamerika haben anhaltende starke Regenfälle, ausgelöst durch die tropische Depression E12, im vergangenen Monat für zahlreiche Erdrutsche und Überschwemmungen gesorgt. Internationale Organisationen schätzen die Zahl der Betroffenen auf 1,2 Millionen Menschen. Tausende Häuser sowie Straßen wurden zerstört. Die Naturkatastrophe forderte 123 Todesopfer. (aj)