Argentinien |

Starker Regen fordert 54 Menschenleben

Die Folgen des ungewöhnlich starken Regens, der vor allem am 2. April in Buenos Aires und La Plata fiel, kostet bisher insgesamt 54 Menschen das Leben. In beiden Städten sind ganze Stadtteile ohne Elektrizität und in La Plata steht das Wasser in manchen Bezirken bis zu 1, 50 Meter hoch. Der Gouverneur von La Plata, Daniel Scioli, machte gegenüber der Presse deutlich, dass es eine Katstrophe solchen Ausmaßes vorher in La Plata noch nie gegeben hätte. Auch Meteorologen bestätigten, dass seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts nicht mehr so viel Regen in 24 Stunden gefallen sei.

In Buenos Aires sind bisher 300 Menschen evakuiert worden, im weitaus schwerer betroffenen La Plata mussten mehrere tausend Argentinier ihre Häuser verlassen. Noch ist das ganze Ausmaß der Katstrophe nicht absehbar, die Behörden gehen aber davon aus, dass um die 350. 000 Menschen von den Überschwemmungen und ihren Folgen betroffen sind.

Katholische Kirche errichtet Hilfsnetzwerk

Neben dem Einsatz von örtlichem Katastrophenschutz und der Feuerwehr, haben die Organisationen der katholischen Kirche vor Ort begonnen, den Opfern der Katstrophe zu helfen. Sie stellen denen, die alles verloren haben, Matratzen, Kleidung und Nahrung zur Verfügung. Papst Franziskus rief seine Ladsleute ebenfalls dazu auf, den Betroffenen zu helfen. In einem Telegramm an den Erzbischof von Buenos Aires, Mario Aurelio Poli, forderte Franziskus zivile und kirchliche Einrichtungen sowie alle Menschen guten Willens auf, "mit Barmherzigkeit und im Geist der Solidarität die erforderliche Unterstützung zu leisten", wie Radio Vatikan am Donnerstag berichtete. Die argentinische Präsidentin Christina Kirchner besuchte am Mittwoch die am schwersten getroffenen Gebiete und versprach ein stärkeres Polizeiaufgebot, um Plünderungen zu verhindern. Die Regierung kündigte darüber hinaus drei Tage Staatstrauer für die Todesopfer an. (aj)