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Staatschefs trauern um Nelson Mandela

Zahlreiche lateinamerikanische Staatsoberhäupter betrauern den Tod von Nelson Mandela. Die brasilianische brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bezeichnete Nelson Mandela als die größte Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts und als leuchtendes Beispiel für jeden, der für Gerechtigkeit und Frieden kämpft: "Er erreichte mit Leidenschaft und Geduld eine der größten menschlichen Emanzipationen der modernen Geschichte: das Ende der Apartheid in Südafrika." Auch der chilenische Regierungschef bezeichnete Nelson Mandela via Twitter als einen ganz Großen unter den Großen. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hatte bereits in der Vergangenheit immer wieder gesagt, dass Nelson Mandela seine große Inspiration für die Schaffung des Friedens in Kolumbiens sei. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro verhängte sogar drei Tage Staatstrauer als Hommage an Mandela.

Nelson Mandela wurde der Anführer des südafrikanischen Kampfes gegen die Apartheid. Er trat 1944 dem African National Congrees (ANC) bei und ging später in den Untergrund. Im Jahr 1963 wurde er wegen Sabotage zu lebenslanger Haft verurteilt. Mandela verbrachte 27 Jahre in Einzelhaft auf der Gefängnisinsel Robben Island, bevor er 1990 freigelassen wurde. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Wilhelm Frederik De Klerk von der damals regierenden Nationalen Partei setzte er der gesetzlichen Rassentrennung in Südafrika ein Ende. Sowohl Mandela als auch de Klerk bekamen 1993 den Friedensnobelpreis verleihen. Ein Jahr später wurde Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt.

Mandela inspirierte Viele vor allem durch seine Bescheidenheit und seine fehlenden Rachegefühle als er aus dem Gefängnis entlassen wurde. Er vergab denen, die ihn inhaftiert haben. "Wer Hass in sich trägt, kann nicht frei sein", sagte er kurz nach seiner Entlassung. Mandelas gesundheitlicher Zustand verschlechterte sich seit diesem Sommer stetig. Er wurde bereits im Juni ins Krankenhaus eingeliefert. Nelson Mandela starb am Abend des 5. Dezember in seinem Haus in Johannesburg im Kreise seiner Angehörigen. (aj)