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Staatsbürgerschafts-Streit soll vor Interamerikanischen Gerichtshof

Eine der vom jüngsten Staatsbürgerschafts-Urteil des Verfassungsgerichts (TC) in der Dominikanischen Republik betroffene Frau will ihren Fall vor den Interamerikanischen Gerichtshof der Organisation Amerikanischer Staaten bringen.

Das Verfassungsgericht hatte zuvor entschieden, dass die Staatsbürgerschaft von Kindern, die von sich illegal in der Dominikanischen Republik aufgehaltenen haitianischen Einwanderern stammen, nicht anerkannt werde. Mindestens ein Elternteil müsse sich legal im Land aufgehalten haben, schrieben die Richter vor.

Wie die Tageszeitung "7Dias" berichtet, wollen die Anwälte von Juliana Deguis Pierre den Fall der 29 Jahre alten Frau nun vom in Washington ansässigen Gericht prüfen lassen.

Die Entscheidung, die Staatsbürgerschaft der Frau nicht anzuerkennen, kritisiert Rechtsanwalt Manuel de Jesús Dandre scharf: "Dies ist ein politisches Urteil, kein juristisches." Dandre erklärte, der Gang vor den Interamerikanischen Gerichtshof werde von zahlreichen Menschenrechtsorganisationen aus dem In- und Ausland, die für die Rechte haitianischer Einwanderer kämpfen, unterstützt. (TK)

 

Adveniat unterstützt die Kampagne "Reconoci.do" (Anerkannt) des Bildungszentrums Centro Bonó in Santo Domingo, die sich für die Anerkennung der haitianisch-stämmigen Bevölkerung einsetzt.

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