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Spezial: Präsidentschaftswahl in El Salvador

Die 27-Jahr-Feier des Friedensabkommens (Foto: Presidencia El Salvador, Flickr, CC0 1.0)

Liebe Leserinnen und Leser,

Lateinamerika startet ins Wahljahr 2019. In El Salvador wird am Sonntag, dem 3. Februar 2019, ein neuer Präsident gewählt. Nach unseren Spezial-Ausgaben für die Wahlen in Kolumbien und Mexiko haben wir auch für das mittelamerikanische Land eine Sonderedition vorbereitet. 

Das Wahlsystem

Die Legislative wird durch die Parlamentswahlen bestimmt, die Exekutive durch die nun bevorstehenden Präsidentschaftswahlen. El Salvador ist eine präsidentielle, repräsentative Demokratie, die jedoch als „fehlerhaft“ im „Demokratie-Index“ eingeschätzt wird. Der Präsidentschaftskandidat braucht eine absolute Mehrheit im ersten Wahlgang, andernfalls wird eine Stichwahl nötig. Der Präsident wird direkt gewählt, die Amtszeit dauert fünf Jahre. Eine Wiederwahl ist nicht möglich. Somit wird die Regentschaft des amtierenden Präsidenten Salvador Sánchez Cerén nach dieser Periode enden. Der Präsident ist gleichermaßen Staatsoberhaupt und Regierungschef. 

Parteien

Die Parteienlandschaft ist geprägt von den zwei großen Parteien: die rechtskonservative Alianza Republicana Nacionalista de El Salvador (ARENA) und die linke Frente Farabundo Martí para la Liberación Nacional (FMLN). Sánchez Cerén und sein Vorgänger Mauricio Funes sind Mitglieder der FMLN, davor konnte ARENA viermal hintereinander die Präsidentschaftswahlen gewinnen. Doch das Zwei-Parteien-System könnte in diesem Jahr gesprengt werden.

Unsere Berichte

Wir starten unser Wahl-Spezial mit einem Länderporträt über El Salvador. Ein Land, das selten im internationalen Fokus steht, und wenn doch, dann meistens im Zusammenhang mit Bandenkriminalität. El Salvador hat jedoch mehr zu bieten: 

- Länderportät

Nayib Bukele gilt als Favorit für den Sieg am Sonntag. Doch wer ist der Grenzgänger, der kein Kandidat der beiden großen Parteien ist? Unsere Korrespondentin Sandra Weiss analysiert die Präsidentschaftswahl und stellt Bukele vor:

- Wahlanalyse: Cool, jung, Machtinstinkt – aber kein klares Programm

Der Heilige Oscar Romero ist ein Vorbild für viele Menschen in El Salvador. Seine Ermordung war der Beginn des Bürgerkriegs im Land. Dieser ist zwar offiziell beendet, doch Gewalt und Kriminalität beherrschen noch immer den Alltag vieler junger Menschen, die keine Lebensperspektiven sehen. Die salvadorianische Psychologin Veróncia Reyna erklärt, warum sich die Gewaltspirale in El Salvador weiterdreht und warum das Beispiel von Oscar Romero ihr dennoch Hoffnung gibt, dass sich etwas ändern kann: 

Inmitten des Todes ist Romero lebendig

Inés Klissenbauer ist die Expertin für El Salvador beim Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat. Wir sprechen mit ihr über die Wahl in El Salvador, die Probleme des Lands und die Migrantenkarawane: 

- AUDIO: Interview mit Adveniat-Expertin Inés Klissenbauer

 

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