Argentinien |

Sieben Tote durch Hitzewelle

Der nördliche Teil Argentiniens hat in den vergangenen Wochen unter der stärksten Hitzewelle gelitten seit die Temperaturaufzeichnungen begonnen haben. Vereinzelt stellten Meteorologen Höchsttemperaturen von 45 Grad fest. Sieben Menschen, zumeist höheren Alters, kamen durch die extremen Temperaturen ums Leben. Viele mussten medizinisch behandelt werden. Aufgrund der verstärkten Nachfrage nach Elektrizität für Klimaanlagen brach weiterhin das Stromnetz in mehreren Städten komplett zusammen. Am vergangen Wochenende waren offiziellen Angaben zufolge schätzungsweise 11.000 Menschen ohne Strom.

Der Zusammenbruch des Stromnetzes war Grund zur Kritik seitens der Opposition. Sie machte das Missmanagement der Regierung für den Engpass verantwortlich. Demnach hätte Präsidentin Cristina Kirchner es in den letzen Jahren versäumt, ein ausreichendes Investitionsprogramm für den Stromsektor auf die Beine zu stellen, um dieses zu modernisieren. In Buenos Aires schlossen sich die Bewohner dieser Kritik an. Kurz vor dem Jahreswechsel protestierten zahlreiche Menschen gegen den Stromausfall.

Am Mittwoch gab der Nationale Meteorologische Dienst dann Entwarnung. Die Temperaturen begannen zu sinken und für den heutigen Tag werden lediglich Höchstwerte von 33 Grad erwartet. Im Laufe der Woche wird die Temperatur dann auf unter 30 Grad sinken. Gesundheitliche Risiken bestünden aber weiterhin für ältere Menschen und kleine Kinder. De Stromversorgung ist inzwischen in weiten Teilen der betroffenen Gebiete wieder hergestellt. Insgesamt waren 800.000 Argentinier von der Energiekrise betroffen. (aj)