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Sicherheitsbehörde: Weltjugendtag nicht von Protesten bedroht

Die derzeitige Protestwelle in Brasilien ist nach Angaben des Sekretariats für öffentliche Sicherheit keine Bedrohung für den Ablauf des bevorstehenden Weltjugendtags in Rio de Janeiro. Es bestehe kein Grund zur Panik, versicherte die Behörde bei einem Besuch des Organisationskomitees, wie brasilianische Medien am Dienstag, 25. Juni, berichteten. Die große Mehrheit der Proteste verlaufe friedlich und bedrohe daher nicht den Weltjugendtag.

Der gesamte Polizeiapparat Rio de Janeiros ist laut Angaben der Sicherheits-Experten mit der Kontrolle der Situation beauftragt. Allerdings seien Prognosen über neue Proteste schwierig zu treffen, da diese kurzfristig über soziale Netzwerke ausgerufen würden. Man rechne jedoch mit einer schrittweisen Abnahme der Demonstrationen in den kommenden Tagen. Der Weltjugendtag verbreite eine Friedensbotschaft, weshalb es unwahrscheinlich sei, dass in diesem Rahmen Gewalttäter angestachelt würden.

Der Weltjugendtag, an dem auch Papst Franziskus teilnehmen will, findet vom 23. bis 28. Juli statt. Bis zu 2,5 Millionen Teilnehmer werden dazu in Rio erwartet. Für die Sicherheit der Pilger werden neben Tausenden von Polizisten auch Einheiten des brasilianischen Militärs eingesetzt. In den vergangenen zwei Wochen hatten in Rio und in anderen Städten in Brasilien Hunderttausende gegen Korruption, für eine bessere Bildungs- sowie Gesundheitspolitik und gegen überhöhte Ausgaben für Sportevents protestiert. Der Polizei von Rio wird vorgeworfen, selbst gegen friedliche Demonstranten mit Tränengas und Gummigeschossen vorgegangen zu sein.

Quelle: KNA