El Salvador |

Seligsprechungsprozess für Rutilio Grande eingeleitet

Auf dieser Gedenkmauer für die salvadorianischen Bürgerkriegsopfer in einem Park in San Salvador ist auch der Name von Rutilio Grande zu lesen. Foto: Adveniat/Steffen
Auf dieser Gedenkmauer für die salvadorianischen Bürgerkriegsopfer in einem Park in San Salvador ist auch der Name von Rutilio Grande zu lesen. Foto: Adveniat/Steffen

Der Prozess zur Seligsprechung des Jesuiten Rutilio Grande ist eingeleitet worden. Dies teilte der Erzbischof von San Salvador, José Luis Escobar Alas, im Rahmen der Feierlichkeiten aus Anlass des 99. Geburtstages von Oscar Romero mit, die ein Gedenkjahr einleiteten. Der seinerzeitige Erzbischof von Salvador, der am 24. März 1980 erschossen wurde, als er in einer Krankenhauskapelle für Krebskranke die Messe las, war im Mai 2015 von Papst Franziskus selig gesprochen worden.

Zeugnisse und Schriften an Vatikan übergeben

In der überfüllten Kathedrale von San Salvador, gab Erzbischof Escobar Alas bekannt, dass am 15. August, dem Geburtstag von Oscar Romero, der Seligsprechungsprozess eröffnet worden sei. Hierbei werden Zeugnisse und Schriften von Rutilio Grande zusammengestellt, die sein tugendhaftes Leben belegen. Diese werden anschließend der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse im Vatikan übergeben. Papst Franziskus wird mit den Worten zitiert, Rutilio Grande stehe ihm sehr nahe.

Wie sein elf Jahre älterer Freund Oscar Romero wurde Rutilio Grande, ebenfalls ein Befreiungstheologe, erschossen - bereits im Jahr 1977 von den salvadorianischen Todesschwadronen, die auch Romero ermorden sollten. Der US-Film "Romero" aus dem Jahr 1989 zeigt, wie Oscar Romero durch die Ermordung seines Freundes politisiert wurde. (bs)