Costa Rica, Panama |

Schutzzone für Buckelwale

Ein Buckelwal springt aus dem Wasser. (Foto: skeeze/Pixabay)
Ein Buckelwal springt aus dem Wasser. (Foto: skeeze/Pixabay)

Costa Rica gilt schon seit Jahrzehnten als eine Nation, in dem der Naturschutz besonders groß geschrieben wird. Nun hat die Regierung des mittelamerikanischen Landes weitere Maßnahmen zum Schutz der Meeresbewohner im Pazifik eingeleitet. Gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Smithsonian aus Panama wurden unterschiedliche Ansätze erarbeitet, die vor allem die Buckelwale vor der Pazifikküste schützen sollen.

Die Riesen des Meeres halten sich vornehmlich in den Sommermonaten in den tropischen Gewässern auf, um dort ihre Jungen zur Welt zu bringen. Später im Jahr ziehen sie weiter Richtung Süden. Ein Forscherteam von Smithsonian hat in den vergangenen zwei Jahren die genaue räumliche Verteilung der Meeressäuger ermittelt. Auf der Grundlage dieser Daten soll nun eine Schutzzone errichtet werden, in denen große Handels- und Containerschiffe nicht verkehren dürfen. Das entsprechende Dekret wurde vom costa-ricanischen Ministerium für Verkehr bereits erlassen. Die Schutzzone kommt nicht nur Buckelwalen, sondern auch kleineren Walen und Schildkröten zu Gute. Darüber hinaus bietet sie auch Vorteile für die örtlichen Fischer, die traditionelle Methoden zum Fischfang einsetzen.

In den vergangenen Jahren ist das Aufkommen großer Handels- und Containerschiffe stetig gestiegen. Für die Wale und andere Meeresbewohner hat sich somit das Risiko eines Zusammenstoßes erhöht. Solche Kollisionen habe es laut des Meeresbiologen Héctor Guzmán verstärkt gegeben. Sie führten zu schweren Verletzungen der Tiere und im schlimmsten Fall sogar zum Tod.

Nach dem entsprechenden Dekret können die bereits vermessenen Zonen an der Pazifikküste Costa Ricas nun in die internationalen Seekarten eingefügt werden. (aj)

 

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