Brasilien |

Schlimmste Dürre seit knapp 50 Jahren

Der Nordosten Brasiliens hat mit einer der schwersten Dürren seit knapp 50 Jahren zu kämpfen. Bereits seit 13 Monaten hat es im Bundesstaat Ceará nicht mehr ausgiebig geregnet. Das Land in der betroffenen Region ist vollkommen ausgetrocknet. Nach offiziellen Angaben müssen die ansässigen Farmer mit bis zu 90 Prozent Ernteausfällen rechnen. 10 Millionen Menschen in zehn Bundesstaaten sind von der Trockenheit betroffen. Für 1.900 Gemeinden wurde bereits der Notstand ausgerufen. Auch etwas weiter südlich, im Bundesstaat Sao Paulo bekommt die Landwirtschaft die Folgen des ausbleibenden Regens zu spüren. Nach jüngsten Schätzungen wird die Zuckerrohrente dort in diesem Jahr zwischen 20 und 30 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr.

Regierung investiert Milliarden

Der Nordosten Brasiliens gilt seit jeher als eine der ärmsten Regionen des Landes. Aus diesem Grund leiden die Betroffenen besonders unter der Dürre und den damit einhergehenden steigenden Preisen für Grundnahrungsmittel. Zwar habe die Regierung unterschiedliche Programme aufgelegt, um die Auswirkungen des fehlenden Regens abzumildern, diese können jedoch nicht alles abfedern. Auch organsierte Trinkwasserverteilungen können das Leid der Menschen nur kurz mildern. Um der Trockenheit langfristig etwas entgegensetzen zu können, hat die brasilianische Regierung vor einer guten Woche ein fünf Milliarden schweres Bewässerungsprojekt angekündigt, das ein solches Ausmaß an Trockenheit in Zukunft verhindern soll. (aj)