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Schlappe für Präsident Macri bei Vorwahlen

Bei den Vorwahlen in Argentinien hat Präsident Mauricio Macri eine schwere Niederlage hinnehmen müssen. 

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Mauricio Macri bei einem Besuch bei US-Präsident Donald Trump 2017 in Washington. Foto: The White House, CC1.0

Der konservative Regierungschef kam nur auf 32,2 Prozent der Stimmen. Der linksgerichtete Herausforderer Alberto Fernandez, der gemeinsam mit Ex-Präsidentin Cristina Kirchner antrat, kam auf 47,3 Prozent. Zwar entscheiden die Vorwahlen formal nur darüber, wer als Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen am 27. Oktober ins Rennen geht, aber da in Argentinien Wahlpflicht herrscht, gelten sie als zuverlässiger Stimmungstest vor dem eigentlichen Urnengang. Umfragen hatten zuvor einen deutlich engeren Ausgang vorausgesagt.

Wahlsieger Fernandez versprach in einer kurzen Ansprache am Sonntag, 11. August 2019 (Ortszeit), dafür zu sorgen, dass die Argentinier wieder glücklich werden. Macri räumte die Niederlage ein und erklärte, nun die Anstrengungen verdoppeln zu wollen. Zum neuen Staatsoberhaupt in Argentinien ist am 27. Oktober gewählt, wer im ersten Durchgang 45 Prozent der Stimmen auf sich vereinen kann oder bei einem Stimmenanteil von 40 Prozent einen Vorsprung von zehn Prozent auf den nächsten Verfolger vorweist. Beide Bedingungen hätte Fernandez mit einem identischen Ergebnis wie bei den Vorwahlen erfüllt. Gelingt keinem Kandidaten ein solches Resultat, wird eine Stichwahl im Dezember notwendig.

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