Argentinien |

Rund 700.000 Teenager dürfen im Herbst an die Wahlurnen

Das argentinische Innenministerium hat bekannt gegeben, dass Jugendliche ab 16 Jahren bei den Wahlen im Herbst erstmals ihre Stimme abgeben können, berichtet die Nachrichtenagentur TeleSur. „Es haben 739.439 Jugendliche ihren Ausweis erneuert und sind für die kommenden Wahlen wahlberechtigt. Etwa 15.000 Dokumente befinden sich noch immer in Bearbeitung, so dass mehr als 750.000 Jugendliche im August und Oktober die Bedingungen zu Teilnahme an der Wahl erfüllen werden“, erklärte Innenminister Florencio Randazzo.

Dies entspreche rund 57 Prozent der Jugendlichen, die nach dem neuen Wahlgesetz bereits ab 16 Jahren wählen könnten, so der Minister weiter. Ab 18 Jahren herrscht in Argentinien Wahlpflicht, für die Jugendlichen ist die Stimmabgabe optional.

Durch die mögliche Teilnahme der Jugendlichen kann die Zahl der bisher 29 Millionen Stimmberechtigten theoretisch um bis zu 1,2 Millionen Personen anwachsen. Das wären bis zu 4,5 Prozent der Wählerstimmen, errechnete die argentinische Zeitung „Página 12“ im vergangenen Herbst. Die Frist zur Registrierung ist jedoch inzwischen abgelaufen.

Ende Oktober vergangenen Jahres hatte der Kongress grünes Licht für die Initiative von Präsidentin Cristina Fernández gegeben. Bei den Wahlen zur Abgeordnetenkammer und eines Teils des Senats im Oktober 2013 und den Nominierungswahlen im kommenden August dürfen die Jugendlichen nun erstmals ihre Stimme abgeben. (bh)